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Kapitel 2: Entscheiden

Frieden stiften mit Bildern der Versöhnung.

Dies ist ein Unterkapitel der Website „Jerusalem Friedensmal”. Für mehr Informationen besuchen Sie bitte die Hauptseite (Link oben). Dieses Kapitel „Frieden stiften” erklärt, was man man in der Philosophie als Dialektik bezeichnet. Jeder kennt „Dialektik”: Sie haben zum Beispiel eine Auseinandersetzung mit einem Nachbarn über ein Thema. Wenn Sie dann beschließen, daß Sie in Frieden leben wollen und sich wieder einigen, dann sind sie mit dem Nachbarn gemeinsam den Schritt von der Auseinandersetzung in die Synthese gegangen. Das Prinzip der Dialektik ist die Triade (Dreiheit):

1) These
Das Thema
2) Antithese
Auseinander-Setzung
3) Synthese
Integration / Versöhnung

Um in ein neues Miteinander in unserer Gesellschaft zu gelangen, müssen wir den Schritt von der 2) in die 3) gehen. Das betrifft viele Bereiche unserer Gesellschaft. Doch gibt es einige Schlüsselbereiche, die, falls hier der Schritt von der Auseinandersetzung in die Integration gelingt, den gesellschaftlichen Wandel auch in den anderen Bereichen anstoßen können. Die Beschäftigung mit diesen Schlüsselbereichen wird allerdings von den meisten Menschen gemieden. Da es sich ja um die Stufe der Auseinandersetzung handelt - denken Sie an einen Streit mit Ihrem Nachbarn - ist das nicht verwunderlich. Wer ärgert sich gerne freiwillig? Wie also von der 2) in die 3) gelangen?

Diese Schlüsselbereiche sind mit Worten und Bildern der Auseinandersetzung besetzt. Wie funktioniert unser Denken? Wir denken in Worten und Bildern und tatsächlich bestimmen die Worte und Bilder, die uns bei einem Thema zur Verfügung stehen, wie weit wir hier denken können - auch wenn der Mensch gerne denkt, er sei zumindest im Denken frei. Es handelt sich oft vielmehr um ein Gefangensein: Wir könnten die Stufe der Auseinandersetzung gar nicht verlassen, wenn es die Bilder der Integration dazu nicht ebenso in unserem Bewußtsein gibt. Mit den Bildern der Auseinandersetzung könnten wir Versöhnung nicht einmal denken.

Das zeigt aber auch den Weg auf, wie das Gefangensein durchbrochen werden kann. Man müßte genau ins Zentrum der angesprochenen Schlüsselthemen der 2), ein Bild der 3) geben. Ich schreibe hier deshalb von Bildern, da heute zu viel geredet wird, als daß die Worte noch oft einen tiefen Eindruck machen könnten. Sie verfliegen im Klima eines Informationsterrors allzu schnell und haben wenig Chance, sich im Bewußtsein zu setzen. Ein Bild jedoch läßt sich sogar als Denkmal und Zeichen bauen. Und es wirkt fortwährend auf der Ebene der Ideen. Sehen Sie die Bedeutung? Das heißt, es ist möglich Frieden zu stiften mit den richtigen Zeichen am richtigen Ort. Im Altertum galt das Wissen um diese Art der Baukunst als heilig und wurde deshalb geheim gehalten. Der hier vorgestellte Ansatz ist das wesentliche Prinzip der Traumatherapie (Thema - Auseinandersetzung - Integration) und liegt in dem begründet, was auch Religion ausmacht; die Sprache in Gleichnissen, Bildern und Metaphern.


Die Anwendung des Wissens

Welche wichtige Schlüsselbereiche meine ich, die bei der Aufgabe, daß unsere Gesellschaft in eine neue Wertschätzung des Lebens finde, zu beachten seien? Erinnern wir uns daran, daß es die Bilder sind, die bestimmen, wie weit ein Mensch denken kann. Ein starktes Zeichen in entsprechender Umgebung gesetzt, findet Eingang ins kollektive Bewußtsein und verändert das Denken; ein Paradigmenwechsel könnte so eingeleitet werden. Um den Schritt in unserer Gesellschaft vom Gegeneinander ins Miteinander zu gehen, ist eben genau dies erforderlich.

Nun möchte ich die drei Schlüsselbereiche im Einzelnen vorstellen:

I) Versöhnung mit der deutschen Vergangenheit (Holocaust, Krieg, Verfolgung)

II) Versöhnung der religiösen Weltanschauungen (Erklärungen zum Sinn des Lebens)

III) Versöhnung mit Gott (Zugang zu einer Wahrheit im Herzen)

Wie das Zeichen aussieht, welches die drei Schlüsselbereiche anspricht, erfahren Sie im nächsten Kapitel, dem 3. Kapitel der Übersicht (Sternzacken ganz unten).



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