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Warum braucht Deutschland ein Friedensmal?

Das Friedensmal ist ein Zeichen der Versöhnung zwischen Völkern, Menschen und im eigenen Wesen. Das Gedenken an die Vergangenheit, die Verbindung zu unserer Wurzel, ist wichtig, auch wenn Schmerz darin liegt. Aber wir müssen darüber hinaus eine Last der Vergangenheit wandeln wollen in einen Segen für die Zukunft. Nur das ist gelebtes Evangelium.

Was lässt sich an geistlicher Einsicht lernen? Nur darauf lässt sich eine Zukunft bauen, denn das Fundament unserer in Jahrtausenden gewachsenen Kultur ist doch ein geistiges! Damit es trägt, muss dies aber in den Zeichen, die sich eine Kultur immer wieder neu setzt, in der Denkmalkultur, sichtbar werden. Es gibt zwar heute Friedensdenkmäler, frühere Kriegsdenkmäler, die nun zum Frieden mahnen, aber es konnten sich keine Friedensmäler etablieren, die selbst den Frieden darstellten, ihn in dieser Form vor der Welt
proklamierten.

Ohne die Idee des Friedens in den Herzen der Menschen gibt es keinen Frieden in der Welt. Ein Blick in die Zeitung zeigt, dass die Vergangenheit keinesfalls bewältigt ist. Dies nimmt Kraft, die Zukunft zu gestalten. Diese Bewältigung - der Segen - muss sich im Gedenken spiegeln und in den Denkmälern und Symbolen festmachen.


Entwicklung

Eine Kultur definiert sich durch ihre Bilder. So drückt sich eine Kultur in ihrer Architektur, ihren Symbolen und Kunstwerken aus.

- Am Anfang des Projektes im Jahr 1998 stand die Mahnmaldebatte. Mir fiel auf, dass sich diese Debatte um sich selbst drehte. Wirklich neue Perspektiven hatten keine Chance, überhaupt wahrgenommen zu werden. Durch eine therapeutische Ausbildung empfand ich, dass es sich mehr noch als um eine Frage nach der richtigen Architektur, um die Frage nach dem richtigen Umgang mit einem Trauma handeln müsste.

- Das Projekt eine Stätte des Friedens und wahrgenommener Verantwortung für unser Land zu bauen und die Philosophie eines anderen Gedenkens wurde 1999 im Buch "Friedensmal Wendepunkt" (Jahn & Ernst Verlag) der Öffentlichkeit vorgestellt und über Presseartikel, weit mehr als 1000 Briefsendungen an Multiplikatoren und vor allem über diese Website, die es seit dem Jahr 1998 gibt, verbreitet. Der feinere Begriff Friedensmal statt der bekannten Kategorie Friedensdenkmal beginnt sich zu etablieren. Ein Friedensmal soll nichts Statisches sein, sondern es soll einen Prozess darstellen. Es hat einen Mahngedanken und eine Friedensabsicht. Es spricht von der Wandlung von „Staub zu Licht”. (Philosophie von Nelly Sachs)

- Im Jahre 2001 wurde der Verein gegründet, der die finanziellen Möglichkeiten für das Projekt durch das Sammeln von Spenden über viele Jahre hinweg schuf.

- Im Jahre 2004 hatte ich eine Privataudienz beim Dalai Lama, bei der ich ihm das Konzept des Friedensmals vorstellte. Das machte natürlich Eindruck zu Hause, was sicherlich bei der Genehmigung später half.

- Im Jahre 2006 konnte schließlich das Grundstück für das Friedensmal gekauft werden. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch spricht sich in einem persönlichen Anschreiben für die Verwirklichung dieses Projektes aus (siehe Kommentare).

- Im Jahr 2008 spricht sich bei der Neujahrsansprache der katholische Dekan Thomas Groß, der für diesen Bezirk zuständig ist, für dieses Projekt aus. Mir war es immer ein Anliegen, dass dieses Projekt auch als religiös verbindend, ohne die Unterschiede zu verwischen, verstanden und angenommen wird.

- Im Jahr 2009 ist der Verein nun in der Lage, das Denkmal zu bauen, da es schien, dass die Voraussetzungen geschaffen wären, dass es verstanden und angenommen werden könnte. Ohne die richtigen Verbindungen zu den etablierten Kreisen etwas Neues ins Bewußtsein zu rücken ist schwierig. Doch die neuen Gedanken können nur aus den unetablierten Bereichen kommen, einen anderen Weg gibt es nicht. Das soll allen anderen Menschen mit neuen Ideen, die noch nicht recht angenommen werden, Mut machen.

Der Zeitraum für die Entwicklung dieses Projektes mag in der heutigen Schnelllebigkeit als eine lange Zeit erscheinen. Bedenkt man jedoch, dass es einen Paradigmenwechsel umfasst, sind die bereits vergangenen 12 Jahre keine lange Zeit. Nehmen Sie sich also auch bitte Zeit zum lesen. Es war viel Mühe diese Gedanken zu entwickeln, aufzuschreiben und eine Friedensstätte daraus zu bauen.

Auf der Ebene der Ideen sind die Ursachen gesetzt, d. h. also in unserem Denken. Der Wirkung begegnen wir dann in der Welt. Wer verändern will, muss es auf der Ebene der Ideen tun. Wir denken in Worten und Bildern, die vorhanden sein müssen. Die Idee teilt sich so mit.