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Philosophie zur Vorbereitung des Denkmalbaus  (ältere Texte)

Hier erfahren Sie Gedanken hinter dem Friedensmal in verschiedenen kurzen aneinandergereihten Texten, die ich zwischen 1998 und 2010 geschrieben hatte. Danach erst begann durch den Bau des Denkmals und die Auseinandersetzung mit der Umwelt der Weg des Ideals in die Welt.

Kultur entwickelt sich an ihren gesetzten Zeichen, denn sie machen Entwicklungsschritte verbindlich und verwurzeln sie in der kulturellen Tradition. Denkmäler gibt es viele - Kriegsdenkmäler und Mahnmäler meist. Dieses Friedensmal für unser Land wird in seinem Kontext etwas Neues sein. Auch darin, dass es Bürger bauen. Eigentlich ist es auch nur so ehrlich. Es muss von unten nach oben wachsen. So entsteht das gesunde Fundament. Das Denkmal ist ein Aufruf, den Frieden zu leben, damit Frieden sei, die Begegnung zu leben, damit Gemeinschaft erfahrbar ist, das Potential im Nächsten und in einem selbst zu erkennen und es zu würdigen, damit es gelebt wird. „Erkennet das Heilige in euer Mitte” - steht auf der Schwelle des Friedensmals.

Identität (wer bin ich?)   ——>   Mahnmal (Bruch / Baum der Erkenntnis)   ——>   Friedensmal (Integration / Baum des Lebens)

Erst durch eine Integration kann etwas „aus der Vergangenheit gelernt” worden sein.

Der so schwierige Weg dieses Friedensmal zu etablieren - von unten, als Bürgerengagement - ist gleichzeit der Schritt, dass sich neben Mahnmalen auch Friedensmale etablieren können. Bezogen auf das Identitätsgefühl der Deutschen bedeutete es das Gegenteil eines Schlussstriches: es bedeutet, die Verantwortung aus einer dunklen Vergangenheit in der Gegenwart leben zu wollen.