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Kommentare


Die Referenzen und Kommentare zeigen den Weg vom Impuls für dieses Denkmal in der Berliner Mahnmal-Debatte (1998) zur ersten konkreten Idee eines Friedensmals in Fulda (2005) und schließlich zur Verwirklichung als Garten der Freiheit in Bensheim (Bau 2010 - 2015). Der Garten der Freiheit ruft zu Verantwortung auf: Dass wir uns im Zusammenleben nie nachlassend und mutig um Frieden und Freiheit mühen, die auf Gerechtigkeit beruhen, sei aus einer dunklen Vergangenheit zu lernen.





Vorgelesen als Grußwort am Friedensmal am 27. September 2015
Zentralrat der Juden in Deutschland
Der Präsident

Sehr geehrter Herr Zieringer, für die freundliche Einladung zur Begegnung im Rahmen von „50 Jahre Beziehungen zwischen Deutschland und Israel” am Friedensmal in Bensheim, am 27. September 2015, danke ich Ihnen sehr.

Dass Sie es sich zur Aufgabe gemacht haben, ein Friedensmal zu den deutsch-jüdischen Beziehungen in Privatinitiative zu bauen, betrachte ich als ein sehr bedeutsames Engagement. Ein besonderes Zeichen für die Begegnung am 27. September setzt die Teilnahme von Frau Dagan, die als Shoa-Überlebende und „Lebensbotschafterin“ von ihrer Geschichte berichten kann - einer Geschichte von Flucht, Vertreibung, Leid und Tod. Es ist aber auch eine Geschichte von Hoffnung, Kraft und der Bemühung, Hass zu überwinden und einen Neuanfang zu wagen. Ich danke Ihnen für Ihren Einsatz bei der Errichtung des Friedensmals und der Organisation der Begegnungsveranstaltung.

Bedauerlicherweise wird es mir nicht möglich sein, Ihrer Einladung zu folgen, da am Abend des 27. Septembers das jüdische Laubhüttenfest Sukkot beginnt. Dass ich aus diesem Grund nicht teilnehmen kann, bitte ich um Ihr Verständnis.

Ich wünsche Ihnen eine interessante und gelungene Veranstaltung, die den positiven Gedanken des Friedensmals in die Welt hinaustragen und das deutsch-jüdische Verhältnis weiter festigen möge.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Dr. Josef Schuster, Würzburg 14. Juli 2015





„Das Friedensmal nach 50 Jahren der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel ist die überzeugend gelungene Darstellung einer Idee. Bundeskanzler Willy Brandt hat sie in die Worte gefasst: „Frieden ist nicht Alles, aber ohne Frieden ist alles Nichts“. Wer das Denkmal in dieser Landschaft umrundet und der Aufforderung: „denk mal!“ folgt, wird manche Bereicherung und Perspektive für das eigene Leben entdecken. Das ist jedem Besucher zu wünschen.”

Mit freundlichen Grüßen, Egon Bahr, Berlin den 15. Juli 2015





Schreiben von Otto von Habsburg klein

Ohne den Beitrag der Juden hätten weder unsere mitteleuropäische Kultur noch das christliche Abendland insgesamt entstehen können. Gerade wir Christen verdanken den Juden sehr viel. Das Alte Testament, also ein wesentlicher Teil unserer Heiligen Schrift, ist das Fundament, auf dem wir stehen. Der christliche Glaube wurzelt in der Geschichte des Volkes Israel ... (Otto von Habsburg im Organ der deutschen Sektion der Paneuropa-Union 1991, Artikel: „Fundamentalistisch oder gläubig?”)





Ephraim Kishon

Unterstützer Ephraim Kishon

Brief  von Ephraim Kishon 2




The Peace Memorial, part of the Garden of Freedom in Bensheim, Hessen, Germany

Form and Content: Up close, nose to the gem stone, one reads into the veins. The quartz tells each of us a story. As you distance yourself, the shape of the slab becomes meaningful. Further back the group of rose-quartz volumes, standing on black gravel, under the sky, reveals its composition of angles and spaces. This is a part of the Peace Memorial. At the apex of the grassy mound is a six pointed star, the Star of David, symbol of the Jewish people. Its flat marble triangles creatively centered with a small round crystal. Energy from the materials. Energy from the forms. Energy from the numerical values. Energy from the landscape. And most importantly, energy from the heavens for our goodness in remembering a nation who is no longer in our neighborhoods. Thomas Zieringer is presently finishing his site with a mosaic glass seven striped rainbow. Only on the rarest days of semi fog or snow will the stripes seem to be the grey and blue of former times.
We appreciate Thomas's personal difficulties and joys in bringing this work into public reality.

Ellen Lapidus Stern, Jerusalem, August 20, 2013 ( http://www.artistlapidot.com )




Thomas Zieringer beim Dalai Lama wegen Friedensmal




„Herr Minister Bouffier dankt Ihnen sehr herzlich für Ihr Schreiben vom 29. Januar 2003. Auch er denkt gerne an die stattgefundene Begegnung im kleinen Kreis zurück. Er hat Ihre Ausführungen und gemachten Anregungen mit Interesse gelesen und ermuntert Sie, Ihre Projektarbeit auf diesem Wege fortzuführen.”

Dr. Roland Johne im Auftrag des hess. Innenministers Volker Bouffier







Schreiben von Roland Koch




Bund der Vertriebenen
Präsidentin Erika Steinbach, MdB

Sehr geehrter Herr Zieringer,

haben Sie recht herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 9. September d. J. mit sehr umfangreichen Anlagen. Ich habe diese mit Interesse durchgelesen und finde Ihr Vorhaben durchaus unterstützenswert, bitte aber gleichwohl dafür um Verständnis, daß unsere Bemühungen sich zur Zeit ganz darauf konzentrieren müssen, in Berlin das geplante „Zentrum gegen Vertreibung” zu verwirklichen. (...)

Wir können Ihr Vorhaben nicht materiell unterstützen, wünschen Ihren Bemühungen aber den bestmöglichen Erfolg, weil wir Ihr Vorhaben für lobenswert halten.

Mit der Bitte um Verständnis dafür, daß wir Ihr Vorhaben nicht konkret unterstützen können, verbleibt einstweilen mit freundlichen Grüßen,
Erika Steinbach, 5. 10. 2005






Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Institut

Pof. Dr. Julian Nida-Rümelin, Staatsminister a. D.
Lehrstuhl für politische Theorie und Philosophie


Sehr geehrter Herr Zieringer,

unterdessen habe ich Zeit gefunden das interessante Projekt, das Sie entwickelt haben, anzusehen.

Es ist ein sensibles Projekt und es regt zum Nachdenken an. Ich wünsche Ihnen bei seiner weiteren Verfolgung viel Erfolg, füge aber hinzu, dass ich zu diesem Erfolg nicht beitragen kann, da ich kulturpolitisch keine Verantwortung mehr trage.

Mit herzlichen Grüßen
Julian Nida Rümelin, 13. 1. 2005





Sehr geehrter Herr Zieringer,

Vielen Dank für Ihren Brief vom 25. Mai 1999. Ich habe Ihr Buch nicht nur gelesen, sondern auch meinen Freunden zur Lektüre überlassen.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Norbert Blüm





Die wirkliche Arbeit begann erst, nachdem meine Idee vom neuen Ansatz in der Mahnmal-Debatte schon aufs Papier gebracht war.


Kommentare der Jahre 1998-1999

Mit einer neuen Perspektive hatte ich mich an der Berliner Mahnmal-Debatte beteiligt und ein Buch dazu geschrieben. Ich hatte eine PR-Agentur engagiert, die in Berlin gut etabliert war. Dort gab man mit der Begründung auf: „Wir haben noch nie vorher eine solche Blockade erlebt.”

Drei kurze Kommentare aus der Medienwelt: „Sie werden keinen Erfolg haben. Ihr Ansatz ist zu anspruchsvoll für die heutige deutsche Medienwelt.” Chefredakteuer einer lokalen Tageszeitung, 1998

„Sie haben eine völlig neue Perspektive bei dem Thema. Wir können nicht darüber berichten, sonst
kann die Debatte nicht beendet werden. ” Redakteur einer großen deutschen Tageszeitung, 1999

Wir hatten ein Treffen des Vorstands und haben beschlossen, generell über dieses Thema nichts zu veröffentlichen. Redakteur einer der größten deutschen Verlagshäuser, 1998





Präsident des internationalen Auschwitz-Komitees

„Ihr Entwurf eines Mahnmals für die Opfer des N.S. Massenmordes hat mir außerordentlich gefallen. Es stellt tatsächlich einen psychologisch / philosophischen Ansatz dar, der tief berührt. Als Einzelperson, die ohne Zustimmung des Präsidiums des Internationalen Auschwitz-Komitees keine Vereinsmeinung abgeben kann, halte ich die von Ihnen vorgeschlagene Lösung für besonders würdig. Vergleiche zu anderen Lösungen kann ich nicht anstellen, da ich die Diskussion in Deutschland nicht bzw. zu wenig kenne. Ich meine aber, daßdie Auswahlkommision gut beraten wäre, sich mit Ihrem Konzept besondersnachdrücklich zu befassen.”

Hofrat Kurt Hacker, Präsident des internationalen Auschwitz-Komitees (Wien), 1998





Geschäftsführer der SPD a. D. und Bundesminister a.D.

„...Ich verstehe Ihre Sorge, daß man sich einarbeiten und mitdenken muß, um Ihren Vorschlag zu verstehen; auch das Argument, daß dies Zeit braucht.

Sie sollten nicht vergessen, daß in der politischen Wirklichkeit die Dinge zur Entscheidung drängen, daß der Bundeskanzler heute eine Entscheidung dem Bundestag übertragen hat; daß mit anderen Worten die Zeit effektiv nicht zur Verfügung stehen wird, die Sie wünschen und glauben zu benötigen.

Es wäre schade, wenn ein interessanter und berechtigter Anstoß zum Nachdenken nicht berücksichtigt wird, nur weil der Initiator sich dafür mehr Zeit lassen will, als objektiv vorhanden ist. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, hat Gorbatschow einmal gesagt.”

Egon Bahr (SPD), 1999





Nachrichtenmagazin Stern: Eisenman entwirft, Spielberg liefert zu - mutet es nicht
seltsam an, wenn Juden das Gedenken der Deutschen an ihre jüdischen Opfer organisieren?


Friedman: Anscheinend können es die Deutschen alleine (immer) noch nicht. Schade.
[Aus einem Interview mit Michel Friedman, Mitglied des Zentralrats der Juden in
Deutschland, Stern 4/1999, Seite 121]






Kommentar von Ursula Roeder-Wolf (Autorin)

Viel wurde inzwischen über die Erstellung eines nationalen Holocaust-Mahnmals im Herzen Berlins diskutiert. Die Wunden, die auch dem Tätervolk geschlagen und eingebrannt wurden, ließen offenbar keine für alle Sensibilitäten gerechtwerdende Lösung zu. Sicherlich hat das etwas mit einer noch zu großen Nähe der älteren Menschen zu tun. Und nun wird wie aus 'heiterem Himmel' eine sehr denkwürdige, interessante Gestaltungsidee von einem Vertreter der Enkelgeneration gebracht, und damit sollte man sich allen Ernstes beschäftigen, denn es leuchtet ein, daß diese Nachfolgegeneration unbehafteter reagieren kann.

Der Vorschlag von Thomas Zieringer bietet eine unwahrscheinlich schlüssige Denkmalgestaltung an, die entgegen moderner Zeit-Monumente eine Mahnmalstätte entwickelt, die ineinandergreifende Vorgänge in den verschiedenen Ringen deutlich macht und sie in Bezug zu einer fließenden Bewegung setzt, in der nicht nur der Tod und das Grauen bzw. die Erstarrung zum Ausdruck kommen, sondern auch die andere lichte Polarität, in die der Mensch bei seiner Geburt gestellt wird, und aus der heraus er Auswege, Sühne in Demut und Hoffnung finden kann.

Wir müssen diese Sicht der jungen Menschen sehr begrüßen und bedenken, daß das, was wir heute bauen, vor allem zum Wohle unserer Kinder gebaut werden sollte. Wenn wir Mahndenkmäler setzen wollen, dann sollte diese Enkelgeneration einen verständlichen Zugang zu dem Denkmalinhalt finden können und eine Hilfe bekommen für ihre eigene Lebensbewältigung. Wir müssen ihr Mut machen, Mut für eine gute und tröstliche Zukunft, und wir müssen ihr das Vertrauen vermitteln, daß sie mündige Lebensträger für eine gerechte und gute Welt sind.

Durch die von Thomas Zieringer in Unruhe und Aufregung durchgearbeitete Vision seines Friedensmals erfahren wir die gute und richtige Wegweisung zur Lösung innerer Probleme, Verklemmungen und Schwierigkeiten und gerade, weil er das Friedensmal direkt und unmittelbar vom allumfassenden Individuum Mensch her aufrollt und die Volksverirrungen mit den in jedem Menschen angelegten polaren Naturen erklärt, die einen Menschen einmal durch unverarbeitete Verletzungen, Kränkungen, Minderwertigkeitsgefühle etc. zum kranken Wesen oder mit der Kraft der Liebe zu einem gesunden, heilen Wesen machen, kann man bei seinem Friedensmal von einer gelungenen Symbiose sprechen: es ist eine würdige Erinnerungsstätte des vergangenen Holocausts und ein stiller Meditationsplatz für Menschen jeden Alters, die Antworten suchen bei ihrer eigenen Lebensherausforderung.





Zeitungsartikel (Bergsträßer Anzeiger - Süd Hessen), Pfingsten 1999
Buchbesprechung von Christina Birk (Theologin)

Ein "Wendepunkt" zu neuer Menschlichkeit
Buch über den Holocaust von Thomas Zieringer / Lebensbejahung, Liebe und Hoffnung


Bensheim. Was, schon wieder ein neues Buch über den Holocaust? Ist darüber nicht schon alles gesagt, diskutiert, geschrieben worden, was es zu sagen und zu schreiben gibt? Nein, „Wendepunkt - die Vision einer neuen Menschlichkeit” des Bensheimer Autors und Therapeuten Thomas Zieringer ist weit mehr als „nur” eine weitere. Dokumentation über die Verbrechen der Nazi-Diktatur und ihre Greueltaten an den jüdischen Mitbürgern.
Wie schon der Titel andeutet, geht es Zieringer mit dem Buch, in dem er einen Entwurf für ein Holocaust-Mahnmal vorstellt und erklärt, um einen ganz neuen Ansatz zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte.
Zieringer geht davon aus, daß damals wie heute viele Menschen ihnen angetanes Unrecht und Verletzungen nicht aufarbeiten, sondern ihrerseits verletzen und Unrecht tun. Daraus folge „eine Denkweise, die zum Holocaust führte, die heute noch vorhanden ist und die vielen Menschen nach wie vor großes Leid bringt”, beschreibt der Autor die Schwächen und (Sehn-)Süchte der Menschen unserer „Ellbogengesellschaft” und gelangt so zu einem „Weg der Heilung”, der für den Autor „vielleicht die einzige Möglichkeit, solche Katastrophen zu vermeiden und zu mehr Menschlichkeit ist”.
„Heilung bedeutet aber nicht, einen Schlußstrich ziehen zu wollen, Heilung ist eine Lebensaufgabe, wahrscheinlich die schwerste Aufgabe im Leben eines Menschen”, schreibt Zieringer in seinem 270 Seiten starken Buch. Konkret bedeute dies, „sich endlich offen und ehrlich mit den eigenen Schmerzen und Verletzungen auseinanderzusetzen, nicht mehr zu verdrängen und zu vergessen”.
Den Appell zu solcher Vergangenheitsbewältigung verbindet Zieringer mit dem Aufruf zu mehr Verantwortung - ohne deshalb schulmeisterlich den Zeigefinger zu erheben.
Wohl erschüttert er mit Berichten von Zeitzeugen aus der Nazi-Zeit. Wie beispielsweise dem US-Soldaten Charles Ferree, der direkt nach Kriegsende die. Grauen der Konzentrationslager erlebt hat („nach Dachau verbrannte ich meine Uniform in einem vergeblichen Versuch, mich vom Todesgeruch zu befreien. Dieser Geruch ist immer noch bei mir, 50 Jahre später. Erst vor kurzem haben meine Frau und ich begonnen, über den Holocaust zu sprechen”). Auch mahnt er mit der Schilderung alltäglicher Szenen die Gleichgültigkeit, Orientierungslosigkeit,... Rücksichtslosigkeit der Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts an.
Aber immer wieder gelingt es ihm, ob er nun von Erlebnissen mit Freunden oder spontanen Begegnungen erzählt, „die guten und schönen Seiten im Menschen aufzuzeigen”, um so mehr Offenheit, sich dem Schlechten der menschlichen Seele stellen zu können”, zu gewinnen.


Lebensbejahung, Liebe und Hoffnung ziehen sich als roter Faden durch das Buch, das Zieringer als Plädoyer gegen den herrschenden Zeitgeist und für mehr Mitmenschlichkeit versteht. Künstlerischen Ausdruck findet dieser Appell in dem Mahnmal-Entwurf. (Siehe den nebenstehenden Bericht „Debatte neue Impulse geben”.)
Die Stärke seines Buches liegt aber nicht nur darin, daß er mit der Erklärung dieses Symbols der Debatte neue Impulse verleihen könnte. „Wendepunkt” lebt davon, daß es den Bogen vom Holocaust zu den Leiden und Nöten der Menschen unserer Zeit schlägt, daß es keine Zeichen der Verdammung, sonder der Hoffnung setzt; daß es nicht verurteilen, sondern heilen will.
Diese Heilung beschreibt Zieringer in den Kapiteln, in denen er die seelischen Probleme der Menschen heute analysiert, als Lösungsansätze, die sich auch in der therapeutischen Praxis bewährt haben. An anderer Stelle liegt der Schwerpunkt auf philosophischen und theologischen Fragen: Doch betet er hier nie festgefahrene. Glaubensaussagen herunter, verfällt auch nicht in akademische Exkurse, sondern. vermittelt in klarer, lebendiger Sprache eine christlich geprägte, durchaus moderne. Ethik von Verantwortung, Hoffnung und Demut. Für Thomas Zieringer könnte dies. für alle, Männer und Frauen, Jugendliche und Senioren, Arbeitslose und... Unternehmer, den „Wendepunkt” offenbaren - die „Vision einer neuen... Menschlichkeit”.





Gedanken zum Mahnmal - Juli 1999 -
Eine Reise ins Innere des Menschen

bbs./x. Berlin tut sich schwer mit der endgültigen Gestaltung eines nationalen Mahnmals, das dem Gedenken der Holocaust-Opfer gerecht wird.
Bundespräsident Roman Herzog hat in seiner diesjährigen Rede zum offiziellen Gedenktag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz mit großem. Nachdruck die junge Generation angesprochen, deren Kenntnisse, Wissen und persönliches Engagement zum Thema Holocaust er für ungleich wichtiger hält, als die Debatten und Begriffserklärungen der Generation, die sich schon seit fünfzig Jahren damit beschäftigt. Mit dem Vorschlag Thomas Zieringers über den Umgang mit dem Holocaust und den Aufbruch zu einer neuen Menschlichkeit setzt sich sein Buch „Wendepunkt” (Jahn & Ernst Verlag, Hamburg, 1999) auseinander.
Die neue Sichtweise auf das Thema rückt den Wert des Menschen stärker in das Bewußtsein. Es ist ein Buch über das Leben, den Menschen und die Menschlichkeit.
Der junge Autor betrachtet das schreckliche Geschehen des Holocaust aus einem Blickwinkel, der nicht trennend wirkt und so berühren und bewegen kann. Die tiefgründige philosophische Betrachtung des jungen Therapeuten hat, ohne von Religiosität bestimmt zu sein, eine christliche Prägung. (...)


Artikel erschien u. a. in den Lokalnachrichten Berlin