Garten der Freiheit Menü: Garten, + Friedensmal, + Eröffnung


Eröffnung des Friedensmals am Donnerstag den 17. Mai (Christi Himmelfahrt) 2012

Einweihung der Friedensrose im Zentrum des Denkmals


Die Bedeutung des Denkmals

- eine Pilgerstätte am Europäischen Fernwanderweg: der Gang ins eigenen Innere, so dass wir Heiliges in unserer Mitte und in der Gesellschaft erkennen.

- es ist ein Ort des Gebets (Krone vom Baum des Lebens). Jeder ist sehr willkommmen, aber wir bitten die Gäste darum, ihre Schuhe auszuziehen, bevor sie in das Denkmal treten. Es bedeutet die Gewohnheiten und eigenen Vorurteile für eine Weile vergessen zu wollen.

- ein Ort der Gerechtigkeit: wir etablieren das Denkmal lokal mit dem Satz „Frieden fängt im Kleinen an” - viele Leute in der Stadt Bensheim haben einen Plakette an der Windschutzscheibe ihres Autos mit einem Bild des Friedensmals und diesem Satz.

- es ist ein Ort für das Leben und die Freude: wir tanzen um den „Baum des Lebens” anstatt Götzen zu dienen (was ein bedeutsames Streben ist).

- ein Zeichen der Freundschaft, der Heilung und des Friedens zwischen den Menschen. Dass wir gemeinsam Heilung erleben und eine gute Zukunft haben. Das macht dieses Projekt zu einem Beitrag für den Weltfrieden.


Baum des Lebens im Friedensmal


Das Denkmal (Durchmesser: 26m) ist mit den Wurzeln vom „Baum des Lebens” Richtung Jerusalem ausgerichtet. Jerusalem ist mehr als eine Stadt in Israel. Es ist ein Ort der spirituellen Welt. Es bedeutet Zusammenarbeit anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen. Der Schlüssel dazu in unserer Welt ist Gerechtigkeit UND Mitgefühl mit einer guten Beigabe von Demut. Aufgeschlossen damit wäre eine Freiheit, welche die Welt noch nicht gesehen hat.

Die Worte auf der Plakette sind „Frieden fängt im Kleinen an”. Dieses Projekt ist eine Friedensarbeit von unten; es ist Bürgerengagment. Hier geht es nicht um ein politisches Programm, sondern um ein anderes Bewusstsein.

Etwa 70 Menschen kamen von Hochstädten, dem Dorf und Stadtteil Bensheims, wo das Friedensmal gebaut wird. Nochmals ca. 300 Menschen kamen über den Tag hinweg auf dem Europäischen Wanderweg vorbei. Die Menschen nutzen die Denkmalstätte so, wie wir es uns gewünscht hatten: Sie setzen sich auf die Bänke und spüren die Atmosphäre; ja sie ziehen sogar die Schuhe aus, um ins Innere des Denkmals, in den Baum des Lebens, zu gehen.

Wir hatten eine wirklich besondere Feier mit einem wundebaren Geist seltener Schönheit. Das konnten unsere Gäste und die Menschen aus dem Dorf wahrnehmen. Ein Zigeuner machte Musik mit seinen Freunden. Sie spielten auch Lieder von Shlomo Carlebach. So tanzten wir dann zu der Musik um den Baum des Lebens. Die Menschen mochten die Musik und die Musiker.

Erkennen Sie, dass sich die Gestaltung des Denmals zum ursprünglichen Plan verändert hat? Es ist freier und lichter mit viel weniger aufgestellten „Steinen” als es im ursprünglichen Plan beabsichtigt war. Wir wollen einen neu gezogenen Zaun vor dem Denkmal mit diesem veränderten Design in das Friedensmal integrieren. Das Projekt besteht ja nicht nur darin, ein Denkmal zu bauen. Das was wir tun kann man sogar als Aktionskunst bezeichnen. Nicht als ein vorgefertigter Plan, sondern als ein Ringen mit der Umwelt, um die Botschaft des Denkmals aufrecht zu erhalten. Wir arbeiten so mit der Gesellschaft, weil sie auf uns wirkt und so ist es eigentlich eine Kommunikation, in der dieses Friedensmal entsteht. Das Bild zeigt nun die aktuelle Planung. Das Projekt ging durch einen tiefen Prozess. Das Ergebnis davon war eben, dass die Freiheit entstand, Licht in den geplanten „Dunklen Ring” um den Baum des Lebens zu lassen. Da gibt es nun einen Raum, um zur Musik der Seele zu tanzen; Musik wie die Melodien von Shlomo Carlebach. Man kann hier mit Gruppen meditieren, beten, singen und im Frieden miteinander reden.

Die Arbeiten am Denkmal wollen wir bis zum Herbst 2012 abgeschlossen haben. Wir haben die Denkmalstätte aber schon jetzt für Besucher geöffnet: es geht um einen Prozess! Dieser ist der wichtigste Aspekt bei dem ganzen Projekt. Wir möchten, dass die Menschen spüren, dass sie daran teilnehmen. Und nun sind wir soweit bei dem Projekt, dass die Denkmalstätte jeden Tag schöner wird. Im frühen Herbst diesen Jahres wird es dann also eine zweite Eröffnung geben (nach dem spirituellen Ereignis vom 17. Mai). Es wird dann die Eröffnung für „die Welt” sein.


Eintritt ins Denkmal
Menschen ziehen ihre Schuhe aus bevor sie ins Denkmal treten



Gang in den Baum des Lebens
Der Baum des Lebens in der Inschrift: „Erkennet das Heilige in eurer Mitte”. Als nächstes werden wir die verbleibenden 11 großen Felsen aus Odenwald-Quarz um den Eingang des Denkmals stellen und dann werden die Arbeiten daran bald abgeschlossen sein.



Die Eröffnung des Denkmals

Dies ist das Zentrum des Denkmals. Sehen Sie die zwei verschiedenen Dreiecke in dem Stern (bestehend aus Dreiecken mit einem dunklen Fleck auf der breiten Seite und jenen mit dem Fleck auf der spitzen Seite)? So ist da also auch ein Davidstern. Um das Symbol tanzten die Kinder für Stunden. In einem Ritual legten wir den Stern in der Mitte des Denkmals aus 6 Dreiecken zusammen. Wir hatten Hilfe von den Kindern. Sie spielten mit meinem Laptop herum und gerade zur richtigen Zeit war dann ein Lied vom Laptop zu hören: Jerushalayim Shel Zahav (Jerusalem aus Gold). Es erklang als die Menschen still zuschauten, wie wir den Stern legten. Diese Kinder hatten aus Versehen die Playlist auf meinem Computer gestartet. Ich akzeptierte, wie die Situation nun war - denn es war wunderbar! Wir feierten noch für fast 6 Stunden. Am Ende sang ich Lieder ohne Text aber mit viel Seele (Niggunim) zusammen mit Menschen vom Dorf; bis einer von ihnen von der Bank fiel.

Fertiggestellter Stern


Blick zur anderen Seite. Immer noch sieht man die braune Erde, weil wir das Plateau des Friedensmals aufgeschüttet hatten. Bald wird es wieder grün bewachsen sein. Ich schrieb: wir werden wieder mehr Licht sehen, weil der Baum des Lebens den dunklen Ring (mit den Steinen) durchbrechen würde. Licht bedeutet Leben, d. h. der übrige Ring, der nicht dunkel sein wird, sei ein Ort des Lebens. Dies wird ein Ort sein, an dem um den Baum des Lebens getanzt werden kann. Menschen brauchen eine Alternative zu all dem Kampf im Leben: Wir werden hier eine schöne Tanzfläche und einen Raum für die Meditation haben; aus Travertin gemacht. Es ist der gleiche Raum bzw. die gleiche Fläche. - Die Begegnungen und Feiern an diesem Ort werden besonders sein - mit Heiligkeit.

Blick ins Tal


Wir werden 11 große Felsen aus Odenwald-Quarz, ein Rosenquarz (1,33 x 1 m, aus dieser Gegend) in das Denkmal setzen: Der Baum des Lebens durchbricht den dunklen Ring mit diesen Felsen. Der dunkle Ring steht für die Gebiete ohne das Licht der Lebensgesetze (ein natürliches Gesetz kümmert sich nicht darum, ob es jemand akzeptieren möchte oder nicht; es ist). Wir möchten 22 große Gedenksteine zu großen Friedensstätten in der Welt schicken mit folgender Inschrift:

„Wo sich Staub zu Licht verwandelt” (aus einem Gedicht der deutsch-jüdischen Dichterin Nelly Sachs)

Das also ist auch ein Grund, warum es sich hier um ein internationales Friedensdenkmal handelt; wir werden es durch geeignete Aktionen und die tiefe Bedeutung des Denkmals selbst international etablieren können. Diese Denkmal ist eine Inspiration und eine Botschaft der Freundschaft an die Welt.

Anfangs gab es große Missverständnisse über dieses Denkmal. Menschen sind es heute oft gewöhnt, die Gedenkkultur in Deutschland mit einer negativen Haltung zu betrachten. Viele Menschen verstanden nicht, dass dieses Denkmal, obgleich es nicht die Geschehnisse der jüngeren deutschen Vergangenheit verleugnet, trozdem einen positiven Ansatz hat. Es geht hier um das Leben HEUTE und eine Verantwortlichkeit gegenüber dem Leben. Es geht um positive Werte und nicht darum, den heute in Deutschland lebenden Generationen nur eine weitere Lektion in Schuldgefühlen für die deutsche Vergangenheit zu geben. Mehr und mehr Menschen beginnen auch die wahre Bedeutung des Sterns auf der Friedensrose im Zentrum des Denkmals zu verstehen: es spricht unser offenes Herz an, wo sich Himmel und Erde treffen, um die Welt zu einem besseren Ort werden zu lassen; mit mehr Würde, Liebe und Dankbarkeit. Aber dies ist auch noch wichtig: es war möglich das Denkmal als ein Zeichen des Friedens und der Freundschaft als ein deutsches Friedensmal gegenüber den jüdischen Menschen zu etablieren. Darin konnte der Schritt von der Passivität in die Aktivität gemacht werden: die eigene positive Handlungsweise ist der einzige mögliche Weg spirituellen Wandels für die Welt.



Grundlage des Friedens
Das Zentrum des Denkmals vor der Eröffnung. Das sieht man noch eine Flasche des „weltbekannten” Hochstädter Schnapps stehen - an Stelle des Sterns. Aber wie Sie vielleicht schon vermuten, wird der Stern die viel bessere Wahl sein für denjenigen, der seine Bedeutung versteht.



Letzer Zacken im Stern wird gelegt
Gebrochener Marmor im Zentrum - wie eine gebrochene Seele. Aber ein Stück des Sterns wird es abdecken und heilen.



Bulgarische Muiker für den Frieden
Unsere bulgarischen Musiker, die auch Musik von Shlomo Carlebach spielten.



Unser Publikum bei der Einweihung der Friedensrose
Unser Publikum bei der Einweihungsfeier der Rose des Friedens



Kinder weihen die Rose des Friedens ein

Blick ins Tal

Die Friedensstätte ist nicht weit weg von der Stadt Frankfurt am Main.