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Der Baum des Lebens

Das Friedensmal zeigt den Baum des Lebens, der den Teufelskreis von Schmerz und Gewalt durchbricht, umgeben von der weißen Schwelle der Demut. Auf jener steht geschrieben: „ERKENNET DAS HEILIGE IN EURER MITTE”. Der Gang über die Schwelle in das Innere des Friedensmals ist der Weg des Menschen zu sich selbst. Der innere Friede der Menschen bestimmt auch den äußeren Frieden in der Welt.


Symbolik

Die Symbolik hat keine irgendwie esoterische, magische Wirkung, sondern hilft in ihrer Bedeutungstiefe, den Weg in die Tiefe der Beziehung mit Gott und mit sich selbst zu gehen. 11 Steine gibt es im Friedensmal: 1 bezeichnet den Willen des Einen Gottes. 0 ist das aufnehmende Gefäß. 10 ist also die Schöpfung Gottes, die seinem Willen unterliegt. Bei der 11 ist ein neuer Wille dazugekommen: der Wille des Menschen - ein Geschöpf Gottes (10) - herausgefallen aus der Ordnung der 10. 11 symbolisiert die Aufgabe, den eigenen Willen wieder in Einklang zu bringen mit dem Willen Gottes. Jeder Stein in Friedensmal steht also für die Wandlung eines Schmerzes, einer Last in einen Segen. Es bedeutet, daß ich etwas in mir - im Denken, Fühlen und Handeln - wieder in Einklang mit dem Willen Gottes bringen möchte. In der jüdischen Kabbala wird dies als Tikkun bezeichnet.

Der 12. Stein steht außerhalb des Friedensmals, dem Denkmalkreises für den inneren Frieden. Dieser 12. Stein, der Jerusalem Erinnerungsstein, steht für den äußeren Frieden in der Welt. Er ist über den "Wegweiser", der vor dem Stein in den Boden eingelassen ist mit dem Friedensmal verbunden. Auf dem "Wegweiser" steht: Wo sich Staub zu Licht wandelt.



Der „Baum des Lebens” als jüdisch-christliches Symbol

Mein Sohn, vergiss meine Torah nicht, und dein Herz bewahre meine Weisungen! Sie ist ein Baum des Lebens denen, die sie ergreifen, und wer sie festhält, ist glücklich zu preisen. (Spr 3,1 + 18)


LebensbaumDer Baum des Lebens

Der Baum des Lebens ist ein zentrales religiöses Symbol des gesamten indogermanischen Kulturraumes. Ursprünglich kam das Symbol wahrscheinlich aus Indonesien über die indische vedische Kultur in unseren Kulturraum. Im Judentum ist die Torah, die Weisungen Gottes "ein Baum des Lebens". Im Christentum gilt Jesus Christus als Baum des Lebens: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater denn durch mich!” (Joh. 14,6)  Anmerkung: das bedeutet nach meinem Bibelverständnis "Kind Gottes" zu werden, als Sohn oder Tochter Gottes "Erde und Himmel" zu verbinden; so wie ein Baum.

Das Symbol vom Baum des Lebens zeigt in vereinfachter Form die Krone und den Stamm eines Baums. Die Wurzeln befinden sich im Dunkeln, in der Erde, die Äste strecken sich gen Himmel. Es steht der Baum des Lebens für den inneren Weg des Menschen in seine Bestimmung als „Kind Gottes”, die Erde mit dem Himmel, den Stoff mit dem Geist verbindend; also ein Weg der Liebe hin zum himmlichen Menschen. Es ist der innere Weg des Menschen zu sich selbst - ein Weg der Gnade und Heilung.


Das Friedensmal von oben
Der „Baum des Lebens” im Friedensmal


Das Friedensmal zeigt, wie der Baum des Lebens - genauer: obere Wurzel und unterer Stamm - den dunklen Teufelskreis der Projektion des Leids durchbricht. Es ist die Wurzel des Baumes, welche das Wasser aus dem dunklen Boden zieht und den Humus, die Erde nach oben bringt, so dass sie zusammen mit der Luft in den Blättern verwandelt wird  in Wachstum, Blüten und Früchte.


Wenn die Wurzel heilig ist, so sind auch die Zweige heilig. (Römer 11,16)


Durch Gottlosigkeit kann der Mensch nicht bestehen, aber die Wurzel der Gerechten wird bleiben. (Sprüche 12,3)



Bibelstellen

Gesegnet aber ist der Mensch, der sich auf den Herrn verläßt und dessen Zuversicht der Herr ist. Der ist wie ein Baum, am Wasser gepflanzt, der seine Wurzeln zum Bach hin streckt. Denn obgleich die Hitze kommt, fürchtet er sich doch nicht, sondern seine Blätter bleiben grün; und er sorgt sich nicht, wenn ein dürres Jahr kommt, sondern bringt ohne Aufhören Früchte. (Jeremia 17,7-8)

Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schößlinge bleiben nicht aus. Ob seine Wurzel in der Erde alt wird und sein Stumpf im Boden erstirbt, so grünt er doch wieder vom Geruch des Wassers und treibt Zweige wie eine junge Pflanze. (Hiob 14,7-9)

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht! Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerät wohl. (Psalm 1,1-3)

Auf beiden Seiten des Stromes mitten auf der Gasse ein Baum des Lebens, der trägt zwölfmal Früchte und bringt seine Früchte alle Monate, und die Blätter des Baumes dienen zur Heilung der Völker. (Offenbarung 22,2)